In Aschaffenburg sorgt ein Streit unter Nachbarn für einen Großeinsatz der Polizei und des SEK. Der Tatverdächtige flüchtet. Zwei Tage gibt es eine Festnahme.
Update vom 29.05.2026, 15.55 Uhr: Nach SEK-Einsatz in Aschaffenburg - Tatverdächtiger festgenommen
Nach dem Polizeieinsatz am Mittwoch in der Bavariastraße in Aschaffenburg konnte der 38-jährige Tatverdächtige am Donnerstag (28. Mai) festgenommen werden. Der Mann soll im Laufe einer Streitigkeit provokativ eine Schusswaffe gezeigt haben und war anschließend geflüchtet. Die Beamten sind ihm im Zuge der Fahndungsmaßnahmen schließlich habhaft geworden.
Wie berichtet, kam es am Mittwochmittag zwischen dem 38-Jährigen und Anwohnern zu einer verbalen Auseinandersetzung. Eine Streife der Aschaffenburger Polizei nahm vor Ort eine Anzeige wegen Beleidigung gegen den 38-jährigen Kasachen auf. Nur kurze Zeit später, gegen 14 Uhr, kam es erneut zwischen den Anwohnern zu einer Auseinandersetzung, in deren Folge der 38-Jährige sein Gegenüber mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Daraufhin fuhren mehrere Streifen der Aschaffenburger Polizei zu dem Wohnhaus und sperrten die Straßen rund um den Komplex weiträumig ab.
Die Aschaffenburger Polizei wurde in der Folge von Spezialkräften unterstützt, die versuchten, mit dem 38-Jährigen in Kontakt zu treten. Nachdem dies nicht gelang und nach wie vor davon auszugehen war, dass der Mann sich in der Wohnung befindet, wurde diese gegen 18.15 Uhr durch das SEK gewaltsam geöffnet und betreten. Es zeigte sich, dass der Mann die Wohnung offenbarschon vor dem Eintreffen der ersten Streifen unbemerkt verlassen hatte.
Festnahme am Donnerstagnachmittag - Ermittlungsverfahren eingeleitet
Die Polizeiinspektion Aschaffenburg leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, unter deren Druck sich der Gesuchte schließlich bei der Polizei meldete. Die Einsatzkräfte konnten den 38-Jährigen am Nachmittag in seiner Wohnung antreffen und widerstandslos festnehmen. Eine erneute Suche nach der mutmaßlichen Tatwaffe ist ohne Ergebnis geblieben.
Der Tatverdächtige musste sich den notwendigen polizeilichen Maßnahmen stellen. Im Anschluss wurde er wieder entlassen. Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Bedrohung.
Ursprüngliche Meldung vom 27.05.2026, 20.10 Uhr: SEK-Einsatz in Aschaffenburg - Nachbarn mit Waffe bedroht
Ersten Informationen zufolge läuft seit dem späten Mittwochnachmittag, dem 27. Mai 2026, ein Großeinsatz der Polizei in Aschaffenburg: Ein 38 Jahre alter Mann zeigte im Verlauf eines Streits seinem Gegenüber vom Balkon aus provokativ eine Schusswaffe. Die Polizei in Aschaffenburg ermittelt in diesem Fall, heißt es vom Polizeipräsidium Unterfranken.
Der Einsatz begann bereits am Mittwochmittag. Zwischen dem 38-Jährigen und einigen Anwohnern gab es zunächst eine verbale Auseinandersetzung. Vor Ort erstatteten die Polizisten eine Anzeige wegen Beleidigung gegen den Mann. Wenig später, gegen 14 Uhr, kam es erneut zu einem Streit, in dessen Verlauf der 38-Jährige eine Schusswaffe vorzeigte und damit einen anderen Mann bedrohte. Daraufhin rückten mehrere Streifenwagen an und sperrten die Straßen rund um das Wohnhaus weiträumig ab.